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Fuldaer Zeitung vom 30.07.2005

Auf der Suche nach dem O

Engelhelmser Vorschulkinder lernen mit Sprachspielen Laute kennen

Von unserem Redakteur Stefan Schaaf

Lorena legt vier bunte Bauklötze zur gelben Karte mit dem Esel darauf, weil das Wort vier Laute hat.
 

 

KÜNZELL/FULDA Fabio und Lorena haben es gleich gefunden: das O. „Klar, das weiß ich“, sagt Lorena, als Erzieherin Christiane Kallhorn-Göb das Mädchen fragt, ob sich in ihrem Namen ein O findet. Die sieben Vorschulkinder des Kindergartens Wiesengrund in Engelhelms, die an diesem Morgen da sind, sind auf der Suche nach dem O. Maximilian, Fabian, Patrick, Niklas und Marc finden den Laut zwar nicht in ihrem Namen. Alle sieben zusammen stoßen dann aber auf das O in Oma und Opa.
„Ich sage Euch ein paar Wörter vor, und ihr schaut mal, ob ihr darin ein O findet“, sagt Kallhorn-Göb, die auf einer kleinen Bank den Kinder gegenübersitzt. Die Vorschulkinder in Engelhelms absolvieren gerade ihre tägliche zehnminütige Lektion des Würzburger Trainigsprogramms „Hören – Lauschen – Lernen“ (siehe nebenstehenden Beitrag). Die Kinder üben spielerisch die Lautbildung, Silbentrennung und das Reimen von Worten.
Die sieben Kinder schauen aufmerksam zu ihrer Erzieherin. Sagt diese ein Wort mit O wie Glocke vor, so sprechen sie es nach. Beim O formen sie ihren Mund rund. Nach dem O geht die Gruppe jetzt auf die Suche nach dem I. Den Kindern fallen sofort Igel, Isabell und Fliege ein. Kommende Woche schließen sie das 20-wöchige Programm ab. Der Kindergarten in Engelhelms ist einer der ersten im Kreis Fulda, der das Würzburger Trainingsprogramm in seine Arbeit integriert hat. „Die Kinder hören und sprechen bewusster. Sie sind aufmerksamer“ bilanziert Kindergartenleiterin Desiree Rieger.
Die Erzieherinnen hatten das Konzept während einer Fortbildung im früheren Lehrerfortbildungsinstitut Help kennen gelernt. Die Initiative war von Help-Chef Dr. Michael Imhof ausgegangen. „Ich wollte mich nicht mehr damit abfinden, dass 27 Prozent eines Schuljahrganges als Risikokinder beim Erlernen von Lesen und Schreiben gelten“, berichtet der jetzige Schulamtsdirektor.

Er machte sich auf die Suche und stieß auf das Würzburger Programm. „Man kann was dagegen tun“, erwartet sich Imhof. Deshalb hat das Staatliche Schulamt es sich auch als Ziel gesetzt, die Risikogruppe um ein Drittel zu verkleinern und die Lesekompetenz der Schüler deutlich zu steigern.

Gearbeitet wird daran bereits an der Florenbergschule Pilgerzell. „Große Sorgen“ macht sich Schullleiter Gerhard Renner um die Zukunft der Kinder, von denen immer mehr „nicht schulfähig“ seien. In der Grundschule setzt Liane Bub das Würzburger Programm bereits seit vier Jahren in der Vorklasse ein. „Die Kinder haben ein Vorstellungsvermögen für die deutsche Sprache entwickelt. Damit haben sie die besten Voraussetzungen, um die Schriftsprache zu erkennen. Zwei Drittel der Kinder schaffen es, am Ende des Programms alle Laute eines Wortes zu erkennen“, lautet ihre Erfahrung. Dies bestätigten Rückmeldungen aus dem ersten Schuljahr. Deshalb möchte Bub mehr Kindergärten bewegen, das Trainigsprogramm einzusetzen. Unterstützt wird sie von Schulleiter Renner: „Wir müssen vorbeugend zusammenarbeiten.“

Was nicht bedeuten soll, dass die Kindergartenkinder schon Buchstaben lernen sollen. „Am Anfang haben wir auf Geräusche gelauscht, wie sich ein Auto anhört oder wo im Zimmer ein Wecker tickt“, berichtet die Engelhelmser Erzieherin Kerstin Aschenbrücker. An diesem Morgen hat sie gelbe Bildkärtchen und bunte Bauklötze aus Holz mitgebracht. Sie legt eine Karte auf den Boden, auf die eine Rose gedruckt ist. „Rrr, ooo, sss, eh“, sagen die sieben Kinder im Chor.

„Wir lautieren und buchstabieren nicht“, erläutert Aschenbrücker. Dies bedeutet, dass die Laute und nicht die Buchstaben gesprochen werden. Die Kinder sagen „sss“ und nicht „ess“ wie später in der Schule. Deshalb hat die Kuh nur zwei Laute, denn das H am Ende wird nicht gesprochen. Für jeden Laut legt eines der Kinder einen Bauklotz zur Karte. Lorena legt vier Klötze zum Esel und sieben zur „Elefant“-Karte. Die Kinder lernen, dass kleine Dinge viele Laute haben – und große Dinge manchmal eben nur wenige.
  30.07.2005
Fuldaer Zeitung

==> Google zum Würzburger Trainingsprogramm 'Hören - Lauschen - Lernen'


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