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Aus der Fuldaer Zeitung vom 04.03.2006     s.a. Empfehlungen Schulreife   und   Schulfähigkeit

Immer mehr Auffälligkeiten
 
Schuleingangsuntersuchung im Kreis Fulda nach einer neuen Methode

Von unserem Redakteur Rainer Ickler
Die Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes, Monika Petersein, untersucht ein künftige Schülerin.  Foto: Hajo Drabe  

LANDKREIS FULDA Für etwa 2500 Jungen und Mädchen im Landkreis Fulda beginnt Ende August der sprichwörtliche Ernst des Lebens. Sie werden am 29. August eingeschult. Doch etwa ein Viertel der Kinder weisen „Entwicklungsauffälligkeiten“ auf, bei etwa 7,5 Prozent der Jungen und Mädchen wird gar empfohlen, dass sie erst ein Jahr später in die Schule gehen oder eine sonderpädagogische Einrichtung besuchen sollten. Dies sind Ergebnisse der obligatorischen Schuleingangsuntersuchungen, die zwei Schulärztinnen des Kreisgesundheitsamtes gegenwärtig durchführen.

Neu ist ab diesem Jahr, dass sie hessenweit einheitlich sind. „Alle Kinder im Kreis Fulda durchlaufen die gleichen Untersuchungen und Tests, erklärt Dr. Bozena Wieczorek. Die Schulärztin erläutert, dass eine neue Methode, Sens genannt, das Bielefelder Modell, das nicht mehr zeitgemäß sei, abgelöst hat. Das Hessische Sozialministerium habe dies verfügt.
„Die neue Untersuchung ist zeitaufwändiger, dafür liefert Sens aussagekräftigere Ergebnisse“, fügt sie hinzu. Je nach Entwicklungsstand des Kindes muss man 30 bis 60 Minuten rechnen“, erklärt Christa Vogel, die zweite Medizinerin, die mit dieser Aufgabe betraut ist.

„Die neue Methode ermöglicht es differenzierter, schulrelevante Entwicklungsauffälligkeiten festzustellen“, erklärt Vogel. Man könne dadurch genau nachvollziehen, wo und warum es Probleme gebe. Es gehe darum, den Eltern Hinweise und Tipps an die Hand zu geben, damit die Kinder bis zum Schuljahresbeginn eventuelle Defizite aufholen können. Wiczorek erläutert, dass es sich dabei lediglich um Empfehlungen handelt, die nicht verpflichtend sind. Aber sie rät den Eltern, diese Vorschläge Ernst zu nehmen. „Es ist kein Zwang, sondern eine Chance für die Kinder.“

Bei den Tests werden der körperliche Zustand, das Hören und Sehen, sprachliche, koordinative und motorische sowie visuelle und auditive Fähigkeiten überprüft. Und dabei ist den Medizinerinnen aufgefallen, dass in den letzten Jahren die Zahl der Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten angestiegen sei. Vogel und Wieczorek schätzen, dass dies bei einem Viertel der Sechsjährigen der Fall sei. Dies seien immerhin rund 650 Jungen und Mädchen. „Das ist eine ganze Menge“, schlussfolgern sie. Das reiche von sprachlichen Problemen, Übergewicht, koordinativen Defiziten bis hin zu Konzentrationsschwierigkeiten. Und gerade im zuletzt genannten Fall macht der Anteil der Jungen, die unruhig und fahrig bei den Tests seien, rund 70 Prozent aus. Detaillierte Gründe können sie nicht nennen, doch ein zu großer Medienkonsum und das Vernachlässigen von herkömmlichen Spielen mache sich dabei bemerkbar, meinen die beiden.

Bei geringfügigen Auffälligkeiten würden Kinder nicht zurückgestellt. „Aber bei ihnen besteht Handlungsbedarf“, sind sich Dr. Vogel und Dr. Wieczorek einig und geben Empfehlungen, wie man diese Handicaps ausgleichen kann. Etwa durch Logopädie- oder Ergotherapie. Um körperliche Mängel wie Koordinationsprobleme auszugleichen, wird auch schon mal der Tipp gegeben, in einen Sportverein zu gehen oder aber bei nervös erscheinenden Kindern den Fernsehkonsum zu verringern.

Es gibt aber auch künftige Erstklässler, die an chronischen Krankheiten wie Asthma oder Diabetes leiden. In diesen Fällen beraten die Ärztinnen die Eltern, wie ihr Kind im Schulalltag damit umgehen sollte. Es sei auch wichtig, dass die Schule davon weiß, um im Ernstfall handeln zu können.

Bei etwa 7,5 Prozent der Kinder empfehlen die Ärztinnen aufgrund der Untersuchung, die Einschulung um ein Jahr hinauszuschieben oder eine sonderpädagogische Einrichtung zu besuchen. In diesen Fällen seien die Auffälligkeiten so groß, dass die Gefahr bestehe, dass die Kinder dem Unterricht nicht folgen können.
Im besten Fall sollten sie eine Vorklasse besuchen oder aber die Ärztinnen geben Ratschläge, welche Schulen für die benachteiligten Kinder in Frage kommen.

Sens:

Sens (Screening des Entwicklungsstandes bei der Einschulung) ermöglicht differenzierte Untersuchungsergebnisse. Sens wurde von Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen entwickelt und im Jahr 2002 dort zum ersten Mal angewandt. Neben den obligatorischen Hör- und Sehtests sowie der körperlichen Untersuchung stehen dabei die Überprüfung der sprachlichen Fertigkeiten und die Informationsverarbeitung im Mittelpunkt. Es soll herausgefunden werden wie gut sich die Kinder artikulieren können, wie es um die Sprachkompetenz und die Informationsverarbeitung steht. Unter anderem müssen sie Sätze wiederholen, Worte vervollständigen, Symbole zuordnen.

 
04.03.2006
Fuldaer Zeitung

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