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Die 3 c der Florenbergschule in Pilgerzell probt den Ernstfall. Foto: Hajo Drabe

 

FULDA Die 3 c der Florenbergschule in Pilgerzell probt den Ernstfall, schließlich steht der Sommer vor der Tür. „Heute ist hitzefrei“, verkündet Gerhard Renner, der Schulleiter, den 23 Mädchen und Jungen. 23 Kehlen jubeln darüber, mit 115 Dezibel. So laut ist es sonst in Discos, das Gehör leidet darunter – ab 85 Dezibel Dauerbelastung am Arbeitsplatz, darauf haben sich die Berufsgenossenschaften geeinigt, ist Lärmschutz Pflicht.
Rund 75 Prozent aller Menschen in Deutschland klagen über Belästigung durch zu laute Geräusche – diese Zahl hat jedenfalls die Deutsche Gesellschaft für Akustik ermittelt, die heute zum „Tag gegen Lärm“ aufruft. Dr. Stefan Kortüm, der Leiter des Fuldaer Gesundheitsamts, hat dazu für unsere Zeitung an drei Stationen rund um Fulda Stichproben der alltäglichen Beschallung genommen.

Erste Station ist die Grundschule in Pilgerzell. 12 Uhr, mit dem Gong endet die vierte Stunde. 409 Schüler strömen durch das Treppenhaus in die Pause. Macht drei Minuten lang durchschnittlich 85 Dezibel, mit Spitzenwerten von 98 Dezibel. Zum Vergleich: Eine Kreissäge erzeugt ungefähr 100 Dezibel.
Speziell für Grundschulen haben Wissenschaftler der Universität Oldenburg ermittelt: Lärm macht doof, denn Nebengeräusche stören beim Lernen. Dabei geht es nicht um Treppenhäuser, sondern um Klassenräume. Der Mittelwert dafür bei den Messungen der Forscher: 70 Dezibel. Die 3 d aus Pilgerzell bleibt im Matheunterricht zunächst klar unter diesem Schnitt, bei der Gruppenarbeit aber nähert sie sich ihm an: Stühlerücken, eine Kollision mit dem Heizkörper, Getuschel, Gekicher – das summiert sich.

In der Turnhalle kommt die Steigerung. Sportlehrer Rainer Wendel lässt „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?“ spielen – Stefan Kortüms Messgerät zeigt bis zu 95 Dezibel an. Kein außergewöhnlicher Wert für Turnhallen, aber womöglich ein Grund dafür, dass Sportlehrer zu den besonders gefährdeten Burn-out-Kandidaten gehören. Denn Lärm schädigt nicht nur das Gehör. Er kann auch das Immunsystem schwächen, zu Bluthochdruck, Allergien und Herzkreislauferkrankungen führen. Und wer sich gegen Lärm durchsetzen will, der braucht ein kräftiges Organ: Gerhard Renner bringt es bei einem „Donnerwetter!“-Test auf 95 Dezibel.


Zweite Station ist das Klinikum Fulda, von hier startet der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu seinen Notfallfahrten. Das Pressluft-Martinshorn des Notarzteinsatzwagens bringt es auf satte 120 Dezibel. „Das strahlt nach vorne weg, im Cockpit ist es viel leiser“, erklärt Stefan Kortüm, warum am Steuer kein Gehörschutz nötig ist – abgesehen davon, dass er im Straßenverkehr auch gar nicht möglich wäre.
Laut wird es bisweilen auch im Hangar der Luftrettung – selbst wenn „Christoph 28“ nicht im Spiel ist. DRK-Rettungsassistent Klaus Semmler aus Langenschwarz übt hier in Pausen mit seinem Altsaxofon – der „Marche Classique“ bringt es auf 100 Dezibel. „Die Akustik hier drin ist super“, schwärmt Semmler. Und Stefan Kortüm hält sich die Ohren nur zum Spaß zu – als Lärm empfindet er das Hobby seines Kollegen trotz der Lautstärke nicht. „Das ist das Besondere – Lärm lässt sich nicht naturwissenschaftlich exakt definieren“, sagt der Amtsarzt des Landkreises. „Wir beschreiben damit jedes Umgebungsgeräusch, das als störend empfunden wird.“
Objektiv messbar ist demnach nur der in Dezibel gemessene Schalldruck – aber auch hier lauern Tücken, diesmal sind sie mathematischer Art. Denn wenn der Schalldruck um zehn Dezibel steigt, dann wird dies subjektiv als eine Verdoppelung des Geräuschpegels empfunden.

Dritte Station, auf der Suche nach Stille – wo sonst, wenn nicht auf dem Friedhof. Doch Stefan Kortüms Messgerät schlägt auch zwischen den Grabsteinen des städtischen Friedhofs kräftig aus. Die Vögel zwitschern, Gartenarbeiter sind im Einsatz, ein Motorsegler brummt in der Höhe, über die Künzeller Straße fließt der Verkehr, ein Güterzug rumpelt über die nahen Gleise: 50 Dezibel kommen locker zusammen. Von wegen Grabesstille – bei der 3 d war es während der Stillarbeit leiser. Jedenfalls so lange, bis es hitzefrei gab.

"Tag gegen Lärm":

Der „Tag gegen Lärm“ ist eine internationale Initiative, die hier zu Lande von der Deutschen Gesellschaft für Akustik begleitet wird. Zwei ihrer Tipps: Überprüfen Sie vor jeder Tätigkeit, ob ein Gehörschutz dafür nötig ist – etwa beim Heckeschneiden und beim Rasenmähen. Und: Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten – müssen das Radio oder der Fernseher so oft im Hintergrund laufen?

www.tag-gegen-laerm.de

Lesen Sie dazu auch:

>> „Lärm mindert Leistung“

>> „Lärm ist in uns drin“
 

 


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